Dr. med. vet.

Corinna Cornand

Fachtierärztin für Kleintiere

 

 

Heidberg 45

22301 Hamburg-Winterhude

 

Tel.: 040 - 79 30 59 96

Fax: 040 - 79 30 59 98

 

Termin nach Vereinbarung

  Mo, Di, Do

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10ºº - 18ºº Uhr

10ºº - 12ºº Uhr

8ºº - 16ºº Uhr

Operationen bei uns ablaufen

In unserer Praxis werden eine Vielzahl chirurgischer Eingriffe vorgenommen, zum Beispiel Kastrationen, Tumoroperationen, Amputationen, Harnblasenchirurgie, Zahnbehandlungen und -extraktionen an Hunden, Katzen und kleinen Heimtieren. Zunächst einmal werden wir in Ruhe besprechen, was Sinn und Ziel eines chirurgischen Eingriffes ist. Bei Tumoroperationen beispielsweise gilt es, die Lebenserwartung zu verlängern und/oder die Lebensqualität zu verbessern. Nur wenn darauf realistische Aussichten bestehen, raten wir zu einer OP.

 

Hunde

werden in unserer Praxis im Beisein der Tierhalter sediert. Wir erläutern die einzelnen Schritte der Narkose,

denn ein Tierhalter, der weiß, was wann wie geschieht, kann seinen Hund viel besser begleiten und unterstützen.

Es gilt: wie man einschläft, so wacht man auch auf – je weniger Stress, desto ruhiger die Aufwachphase.

Ab dem Punkt, wo „die rosarote Brille“ sitzt und der Hundepatient entspannt ist, nehmen wir ihn in den für Tierhalter nicht zugänglichen Operationsbereich. Dort erfolgt die Vertiefung der Narkose zum operationsfähigen Zustand.

Nach dem Eingriff ist der Tierhalter in der Aufwachphase wieder dabei.

Kein Hund wird bei uns alleine, in einem Käfig oder mit Halskragen wach. Der Hund ist warm eingemummelt und der Tierhalter hält ihn im Arm oder sitzt bei ihm. Sollte wirklich ein Halskragen unvermeidlich sein, so wird dieser erst angelegt, wenn der Hund wieder voll orientiert ist. Alles, was Angst und Unsicherheit verursacht, wird vermieden.

Dieses Vorgehen kostet Zeit und Einfühlungsvermögen. Beides dürfen Hund und Halter bei uns erwarten.

Das Legen eines Venenverweilkatheters („Braunüle“) sowie die Intubation gehören bei uns zum Standard.

Wir arbeiten mit moderner Inhalationsnarkose unter Nutzung von Pulsoximetrie und EKG. Unser Narkosemanagement berücksichtigt sowohl den individuellen Patienten als auch den geplanten Eingriff. So werden wir bei einer Terrierhündin zur Kastration eine andere Narkoseart wählen als bei einem Bordercollie zum HD-Röntgen. Für die Terrierhündin wählen wir eine Variante, bei der wir eine längere Nachschlafphase beabsichtigen, denn nach einer Bauch-OP ist auch für einen Terrier eine mehrstündige Ruhephase sinnvoll. Diese kleinen Energiepakete würden sonst kurz nach OP-Ende schon wieder dem nächsten Ball hinterherjagen – und die ersten postoperativen Stunden sind für optimale Wundheilung essentiell. Der Bordercollie zum HD-Röntgen benötigt keine Schmerzausschaltung sondern nur Schlaf und Entspannung der Muskulatur (also nur zwei der drei Bestandteile einer Narkose). Darüber hinaus vertragen Collie-Rassen einige Medikamente nicht. Nach einer kurzen Sedierung zum Röntgen spricht nichts dagegen, dass der Patient sofort wieder munter und voll bewegungsfähig ist.

Wir wählen also immer die beste Variante für den individuellen Fall.

 

Katzen

die bei uns operiert werden, bekommen Gelegenheit, die Umgebung einschließlich der Geräusche zuvor in Ruhe und bei ungetrübtem Bewusstsein kennenzulernen. Zu diesem Zweck nehmen wir Katzen schon ein paar Stunden vor der eigentlichen Narkose bei uns auf. Was manchem Katzenhalter zunächst als nicht im Sinne der Katze erscheint,

hat viele sehr gute Gründe.

Erstens: nach dem Transportstress sind Katzen meist so aufgeregt, dass die Narkose schlecht anschlägt - man benötigt also erheblich mehr Narkosemittel, als wenn sich die Katze schon etwas eingewöhnen konnte.

Zweitens: das Beisein der Katzenhalter in einem Moment wie dem Einschlafen ist eher hinderlich.

Katzen ziehen sich lieber zurück, wenn ihnen etwas nicht geheuer ist und machen im Zweifelsfall ihren Menschen noch verantwortlich für das, was passiert.

Drittens: Die Boxen, in denen unsere Katzenpatienten aufwachen, müssen verschiedene Eigenschaften aufweisen: absolut verletzungs- und ausbruchssicher, stabil und gut zu desinfizieren.

Unsere Edelstahlboxen erfüllen diese Kriterien, haben aber einen ungewohnten Klang.

Es ist beruhigend für die Katze, wenn sie weiß, wie sich Bewegung in der Box anfühlt und klingt, denn ihre ersten Schritte beim Aufwachen werden etwas wackelig sein – da braucht sie nicht noch mehr Irritierendes.

Dass die Box rutschfest und mit Kuscheltuch sowie gern z.B. einem getragenen T-Shirt vom Lieblingsmenschen ausgelegt wird, ist selbstverständlich für uns. Sobald ein Katzenpatient das Köpfchen heben kann, erfolgt in aller Regel die Benachrichtigung des Tierhalters per sms oder WhatsApp - wir sind ja nicht nur Tierärzte sondern auch selbst Tierhalter und wissen also, dass man doch sehr froh ist, schnellstmöglich ein Lebenszeichen vom kleinen Familienmitglied zu erhalten.